RKGB begleitet die Maschinen-Technik-Vogtland GmbH in der vorläufigen Eigenverwaltung
Die Maschinen-Technik-Vogtland GmbH mit Sitz in Plauen hat beim Amtsgericht Chemnitz die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das eigene Vermögen beantragt. Das Gericht hat am 7. August 2026 die vorläufige Sachwaltung angeordnet (Az. 308 IN 1466/26). Die Geschäftsführung um Richard Schumann bleibt im Amt und steuert die Sanierung weiterhin selbst.
Das Unternehmen fertigt seit seiner Gründung im Juli 1990 Schweißkonstruktionen für den Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau – Bauteile bis 40 Tonnen Stückgewicht, 18 Meter Länge und 6 Meter Breite. Dazu kommen Laser-, Plasma- und Brennschneiden, 3-D-Konstruktion, Vorrichtungs- und Baugruppenbau, Wärmebehandlung und Oberflächenbearbeitung. Am Standort Plauen arbeiten rund 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter sechs Auszubildende.
Das Verfahren trifft ein Unternehmen aus einer Branche, die seit drei Jahren unter Druck steht: Die Produktion im deutschen Maschinen- und Anlagenbau geht das dritte Jahr in Folge zurück, und die Insolvenzzahlen im verarbeitenden Gewerbe sind zuletzt deutlich gestiegen.
Mit der Anordnung hat das Gericht zugleich einen vorläufigen Gläubigerausschuss eingesetzt. Vertreten sind die Großgläubiger, die Lieferanten und gesicherten Gläubiger sowie die Arbeitnehmer und Kleingläubiger. Laufende Maßnahmen der Zwangsvollstreckung wurden einstweilen eingestellt, neue untersagt. Das Unternehmen gewinnt damit den zeitlichen Spielraum, den eine Sanierung im laufenden Betrieb braucht.
Als Verfahrensbevollmächtigte begleiten wir die Maschinen-Technik-Vogtland GmbH durch das Verfahren. Unsere erfahrenen Experten für Insolvenz- und Sanierungsrecht Nicole Jedrol, Dr. Sebastian Braun und das Sanierungsteam von RKGB unterstützen die Geschäftsführung bei den nächsten Schritten und bei der Erarbeitung eines tragfähigen Fortführungskonzepts.
„Die Eigenverwaltung setzt voraus, dass das Unternehmen selbst handlungsfähig bleibt. Genau darum geht es in den kommenden Wochen: den Betrieb stabil halten und parallel die Grundlagen für die Fortführung schaffen“, erklärt Nicole Jedrol.
Über den weiteren Verlauf des Verfahrens informieren wir Sie hier auf unserer Website.








